So pflegst du eine ZZ-Pflanze

Die ZZ-Pflanze (Zamioculcas zamiifolia), auch Glücksfeder genannt, gilt als die Pflanze, die man nicht umbringen kann, und ausnahmsweise stimmt der Ruf. Sie wächst aus dicken unterirdischen Rhizomen, die Wasser speichern, ihre wachsigen Blätter verdunsten kaum Feuchtigkeit, und sie kommt mit dunklen Ecken zurecht, in denen die meisten anderen Zimmerpflanzen verhungern würden. Das macht sie zur perfekten ersten Pflanze, zur unkomplizierten Büropflanze und zum verlässlichen Lückenfüller für die dunkleren Stellen einer Wohnung. Die wenigen ZZ-Pflanzen, die eingehen, sterben fast immer an zu viel Fürsorge: zu viel Wasser, zu oft.
Licht
Eine ZZ-Pflanze verträgt wenig Licht besser als fast jede andere Zimmerpflanze, aber vertragen ist nicht dasselbe wie gedeihen. In einem dämmrigen Flur behält sie ihre Blätter monatelang und wächst langsam, wenn überhaupt. In hellem, indirektem Licht schiebt sie jedes Frühjahr und jeden Sommer neue Triebe und bleibt tief, glänzend grün.
- Am besten: ein paar Meter von einem Ost- oder Nordfenster entfernt, oder neben einem hellen Fenster mit Gardine.
- In Ordnung: eine Zimmerecke mit Tageslicht, aber ohne direkte Sonne.
- Vermeiden: stundenlange direkte Nachmittagssonne, die die Fiederblätter verbrennt und blasse, papierartige Flecken hinterlässt.

Gießen
Das ist der Teil, auf den es ankommt. Die Rhizome unter der Erde arbeiten wie kleine Wassertanks, die Pflanze ist also für Trockenphasen gebaut. Gieße erst, wenn die Erde fast bis unten trocken ist, nicht nur an der Oberfläche. Dann gründlich wässern, bis es aus den Abzugslöchern läuft, und den Untersetzer leeren.
Wie oft das ist, hängt von Licht, Temperatur und Topfgröße ab:
- In hellem Licht im Frühjahr und Sommer: etwa alle zwei bis drei Wochen.
- Bei weniger Licht oder im Winter: alle vier bis sechs Wochen sind normal.
Im Zweifel warten. Eine ZZ-Pflanze, die eine Woche zu spät Wasser bekommt, sieht genauso aus wie vorher. Eine ZZ-Pflanze, die einen Monat nass stand, ist auf dem Weg zur Rhizomfäule.
Steck vor dem Gießen einen Holzspieß oder den Finger tief in den Topf. Kommt er kühl oder mit anhaftender Erde heraus, braucht die Pflanze noch kein Wasser.
Erde und Topf
Verwende ein gut durchlässiges Substrat. Normale Zimmerpflanzenerde mit einer großzügigen Handvoll Perlit, Bims oder grobem Sand funktioniert gut, fertige Kakteen- und Sukkulentenerde ebenfalls. Was du auch wählst, der Topf braucht Abzugslöcher.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit
Normale Raumtemperaturen passen der ZZ-Pflanze perfekt. Sie fühlt sich zwischen 18 und 26 Grad wohl und übersteht kurze Abfälle auf etwa 10 Grad, stellt aber unter 15 Grad das Wachstum ein. Die übliche Luftfeuchtigkeit in Innenräumen reicht. Besprühen ist nicht nötig.
Düngen
Die ZZ-Pflanze ist ein Schwachzehrer. Gib im Frühjahr und Sommer einmal im Monat einen ausgewogenen flüssigen Zimmerpflanzendünger in halber Konzentration und setze vom Herbst bis zu den wieder länger werdenden Tagen ganz aus.
Umtopfen
Topfe alle zwei bis drei Jahre um, oder sobald die Rhizome gegen die Topfwand drücken.
- Gieße ein bis zwei Tage vorher, damit der Wurzelballen leichter aus dem Topf gleitet.
- Wähle einen Topf, der nur eine Nummer größer ist, mit Abzugslöchern.
- Lockere den Ballen vorsichtig und entferne matschige oder dunkle Rhizome.
- Setze die Pflanze in derselben Tiefe wie zuvor in frisches, durchlässiges Substrat.
- Warte eine Woche mit dem Gießen, damit verletzte Wurzeln heilen können.

Vermehren
Teilung ist der einfache Weg: Beim Umtopfen ein Rhizombüschel mit eigenen Trieben abtrennen und separat eintopfen. Stiel- und Blattstecklinge bewurzeln auch in Wasser oder feuchter Erde, aber ein Blattsteckling kann fast ein Jahr brauchen, bis er wie eine Pflanze aussieht.
Häufige Probleme
- Gelbe, weiche Triebe an der Basis: zu viel Wasser. Austopfen, faule Rhizome wegschneiden, einige Tage trocknen lassen und in frisches, trockenes Substrat setzen.
- Schrumpelige oder hängende Triebe: die Reserven sind endlich aufgebraucht. Einmal kräftig gießen, und in wenigen Tagen ist sie wieder prall.
- Blasse oder verbrannte Fiederblätter: zu viel direkte Sonne. Etwas weiter vom Fenster wegrücken.
- Langsames oder kein Wachstum: im Winter und bei wenig Licht normal. Im Sommer an einem hellen Platz ist der Topf wahrscheinlich zu klein oder die Pflanze hungrig.
Ein Hinweis zur Sicherheit
Alle Teile der ZZ-Pflanze enthalten Calciumoxalat-Kristalle, die Mund und Magen reizen, wenn sie zerkaut werden. Halte sie außer Reichweite von neugierigen Haustieren und kleinen Kindern.
Gib einer ZZ-Pflanze ordentliches Licht, einen Topf mit Abzug und eine Gießkanne, die du nur gelegentlich in die Hand nimmst, und sie sieht jahrelang gut aus, fast ohne Aufmerksamkeit.



