So pflegst du eine Monstera deliciosa

Veröffentlicht: 3. September 20264 Min. Lesezeit

So pflegst du eine Monstera deliciosa

Die Monstera deliciosa, oft Fensterblatt genannt, gehört zu den dankbarsten Zimmerpflanzen, die du ziehen kannst. Ihre großen, glänzenden Blätter mit den charakteristischen Löchern (Fenestrationen genannt) machen sie in jedem Raum zum Blickfang. Die gute Nachricht ist, dass Monstera vergebende Pflanzen sind, sobald du verstehst, was sie wirklich brauchen. Dieser Leitfaden führt dich durch alles, was du wissen musst, damit deine gedeiht.

Licht: hell, aber indirekt

In der Natur klettert eine Monstera an Baumstämmen empor und lebt unter dem gefilterten Blätterdach des Regenwaldes. Das sagt dir genau, was sie zu Hause bevorzugt: helles, indirektes Licht. Ein Platz ein bis zwei Meter von einem Ost- oder Westfenster entfernt kommt dem Ideal sehr nahe.

Vermeide grelle, direkte Mittagssonne, die die Blätter verbrennen und braune, trockene Flecken hinterlassen kann. Auf der anderen Seite wird eine Monstera in einer dunklen Ecke zwar überleben, aber langsam wachsen, kleinere Blätter bilden und oft keine der ikonischen Löcher entwickeln. Streckt sich deine Pflanze zum Fenster mit langen Abständen zwischen den Blättern, bittet sie um mehr Licht.

Gießen: die obere Schicht abtrocknen lassen

Mehr Monstera sterben durch Überwässerung als durch alles andere. Die Regel ist einfach: gründlich gießen und dann die obersten paar Zentimeter Erde antrocknen lassen, bevor du erneut gießt.

Stecke deinen Finger etwa 5 cm tief in die Erde. Fühlt sie sich trocken an, ist es Zeit zu gießen. Fühlt sie sich noch feucht an, warte ein paar Tage länger. Wenn du gießt, gib so viel, dass das Wasser frei aus dem Boden des Topfes abläuft, und leere danach den Untersetzer, damit die Wurzeln nie im stehenden Wasser stehen.

In der Praxis bedeutet das meist einmal pro Woche im Sommer und alle zehn bis vierzehn Tage im Winter, aber prüfe immer die Erde, statt nach einem festen Plan zu gießen.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Als tropische Pflanze mag die Monstera eine höhere Luftfeuchtigkeit, als die meisten Wohnungen von Natur aus bieten. Sie toleriert durchschnittliche Raumluft, gedeiht aber wirklich bei rund 60 Prozent Luftfeuchtigkeit. Entwickeln deine Blätter braune, papierartige Ränder, ist niedrige Luftfeuchtigkeit ein wahrscheinlicher Auslöser.

Du kannst die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem du Pflanzen gruppierst, ein Kieselbett verwendest oder einen kleinen Luftbefeuchter in der Nähe laufen lässt. Halte deine Monstera in einem Raum zwischen 18 und 27 Grad Celsius und fern von kalter Zugluft und Heizungsauslässen, die die Luft schnell austrocknen.

Düngung

Während der Wachstumssaison, vom Frühling bis zum frühen Herbst, düngst du deine Monstera etwa einmal im Monat mit einem ausgewogenen flüssigen Zimmerpflanzendünger. Verdünne ihn auf halbe Stärke, um die Wurzeln nicht zu verbrennen. Im späten Herbst und Winter verlangsamt sich das Wachstum drastisch, pausiere die Düngung also bis zum Frühling.

Stütze und Klettern

Da eine Monstera ein natürlicher Kletterer ist, bildet sie größere, gesündere Blätter, wenn sie etwas zum Klettern hat. Ein Moosstab ist die klassische Wahl. Während die Pflanze wächst, bindest du neue Triebe sanft an den Stab. Die Luftwurzeln greifen ihn mit der Zeit fest, und du wirst oft größere, stärker gefensterte Blätter feststellen.

Bevorzugst du eine buschigere Form, kannst du sie ranken lassen, erwarte dann aber kleinere Blätter und einen schlafferen Wuchs.

Umtopfen

Monstera stehen gerne etwas eng in ihren Töpfen, aber alle ein bis zwei Jahre profitieren sie von einem größeren Zuhause. Anzeichen, dass es Zeit zum Umtopfen ist, sind Wurzeln, die aus den Abzugslöchern wachsen, und Wasser, das direkt durchläuft, ohne einzuziehen. Wähle nur eine Topfgröße größer, verwende eine gut durchlässige Aronstabgewächs-Mischung und topfe im Frühling um, um den geringsten Stress zu verursachen.

Häufige Probleme und Lösungen

Gelbe Blätter

Vergilbende Blätter deuten meist auf Überwässerung hin. Prüfe, ob die Erde zwischen den Wassergaben abtrocknet und ob der Topf gut abläuft. Gelegentliches Vergilben eines alten unteren Blattes ist normales Altern und kein Grund zur Sorge.

Braune Blattränder

Trockene, braune Ränder bedeuten typischerweise, dass die Luft zu trocken ist oder die Pflanze zu wenig Wasser bekommen hat. Erhöhe die Luftfeuchtigkeit und überprüfe deinen Gießrhythmus.

Keine Löcher in den Blättern

Eine junge Monstera bildet vollflächige Blätter; Fenestrationen entwickeln sich, wenn sie reift und genug Licht bekommt. Fehlen einer gut etablierten Pflanze immer noch Löcher, gib ihr helleres Licht und einen Stab zum Klettern.

Schädlinge

Achte auf Spinnmilben und Wollläuse, besonders in trockener Raumluft. Wische die Blätter regelmäßig ab, inspiziere die Unterseiten und behandle jeden Befall früh mit Schmierseife oder Neemöl.

Das Wichtigste in Kürze

Gib deiner Monstera deliciosa helles indirektes Licht, gieße sie nur, wenn die obere Erdschicht abtrocknet, halte die Luft angemessen feucht und gib ihr etwas zum Klettern. Machst du diese vier Dinge konsequent, wirst du mit einer üppigen, eindrucksvollen Pflanze belohnt, die Jahr für Jahr beeindruckender wird.